Zwei Frauen und drei Männer in Notfallsanitäter-Kleidung stehen vor einem Rettungswagen. Alle schauen mit verschränkten Armen und einem strengen Blick in die Kamera.
Notfallsanitäter/-innen

Die Lebensretter: Notfallsanitäter/-innen

Anne und Julius sind Notfallsanitäter im Rettungsdienst – eine verantwortungsvolle Aufgabe. Denn wenn sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen ausrücken, geht es um die Gesundheit und oft auch um das Leben der Patientinnen und Patienten – und das im Eiltempo.

So sieht der Alltag von den Notfallsanitätern Anne und Julius aus

Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter übernehmen bei medizinischen Notfällen bis zum Eintreffen des Arztes oder der Ärztin die Erstversorgung und führen dabei auch lebensrettende Maßnahmen durch. Sie befördern zudem kranke oder verletzte Personen unter fachgerechter Betreuung, beispielsweise in ein Krankenhaus. Sie sorgen für die Transportfähigkeit dieser Personen, beobachten ihre lebenswichtigen Körperfunktionen während des Transports und halten sie aufrecht. Ist der Notfalleinsatz beendet, stellt der Notfallsanitäter die Einsatzfähigkeit des Fahrzeugs wieder her, erstellt Transportnachweise, Einsatzberichte und Notfallprotokolle. Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter sind rund um die Uhr im Einsatz. Deshalb arbeitest du meistens im Schichtdienst in der Woche und am Wochenende. Bereitschaftsdienst gehört ebenfalls zum Arbeitsalltag von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern.


Alle Infos zur Ausbildung

Seit 2014 ist der Beruf Notfallsanitäter die höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter oder zur Notfallsanitäterin dauert drei Jahre (Vollzeit) und längstens fünf Jahre (Teilzeit). Sie besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht sowie einer praktischen Ausbildung. Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung, die aus einem schriftlichen, einem praktischen und einem mündlichen Teil besteht.

Als Zugangsvoraussetzung brauchst du einen Realschulabschluss. Außerdem solltest du gesundheitlich für die Ausübung des Berufs geeignet sein. Du solltest eine gewisse seelische Belastbarkeit mitbringen, weil du meistens zuerst am Unfallort eintriffst. Außerdem führst du manchmal körperlich anstrengende Tätigkeiten aus. Du arbeitest meist im Schichtdienst, also auch nachts und am Wochenende. Dafür bekommst du aber Freizeitausgleich.

Vergütung während der Ausbildung
Während deiner gesamten dreijährigen Ausbildung erhältst du eine Vergütung. Dein Gehalt steigt mit jedem Ausbildungsjahr. Die Höhe deiner Ausbildungsvergütung hängt u.a. von deinem Arbeitgeber ab.
Eine erste Orientierung bietet die Bundesagentur für Arbeit.

Lohn nach der Ausbildung
Wie hoch dein Gehalt nach Abschluss deiner Ausbildung ist, hängt u.a. von deinem Arbeitgeber ab. Wenn du im öffentlichen Dienst arbeitest, also zum Beispiel bei einer städtischen Feuerwehr, wirst du nach Tarif bezahlt. Mit zunehmender Berufserfahrung kann sich dein Gehalt erhöhen.
Eine erste Orientierung bietet die Bundesagentur für Arbeit.

Ausbildungsstellen gibt es in allen Regionen Deutschlands – ob in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Köln oder in kleineren Städten und auf dem Land. Denn Notfallsanitäter und Notfallsanitäterinnen werden überall gebraucht.?
Der theoretische und praktische Unterricht findet an staatlich anerkannten Schulen statt. Ausbildungsträger sind zum Beispiel Hilfsorganisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst, aber auch kommunale Rettungsdienstunternehmen wie die Berufsfeuerwehr. Die Bundeswehr bildet in ihren Krankenhäusern ebenfalls Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter aus. Hinzu kommen Ausbildungsstellen bei privaten Rettungsdienstunternehmen.
Konkrete Infos über Ausbildungsplätze findest du zum Beispiel bei diesen Verbänden und Organisationen:

Ein Beruf mit Zukunft

Als Notfallsanitäter oder Notfallsanitäterin hast du einen sicheren Beruf, denn das Rettungswesen wird immer gebraucht. Außerdem hast du zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung und Spezialisierung. Zum Beispiel kannst du dich zur Praxisanleiterin oder zum Praxisanleiter fortbilden. Damit erhöhst du deine Aufstiegschancen.


Du solltest Notfallsanitäter/-in werden, wenn...

  • 1 du Leben retten möchtest.
  • 2 du gerne mit und für Menschen arbeitest.
  • 3 du auch im größten Chaos kühlen Kopf bewahrst.

Du solltest besser nicht Notfallsanitäter/-in werden, wenn...

  • 1 dir beim Blutabnehmen schlecht wird.
  • 2 du befürchtest, dass du mit der belastenden Situation am Unfallort nicht klar kommst.
  • 3 du lieber regelmäßige Arbeitszeiten haben möchtest.