Thore Schölermann und der PTA Benedikt stehen lächelnd vor einem weißen Apothekerschrank mit vielen Schubladen. Zwei Schubladen sind geöffnet. Beide tragen ein weißes Poloshirt mit einem Namensschild auf der linken Brust. Thore hält eine Medikamentenschachtel in der Hand.
Pharmazeutisch-technische/-r Assistent/-in

Kompetente Beratung in der Apotheke

Benedikt berät Menschen in der Apotheke, damit sie die richtigen Arzneimittel erhalten und arbeitet im Labor und in der Rezeptur, um Ausgangsstoffe zu prüfen und Arzneimittel herzustellen.

Wichtige Infos zum Beruf PTA

Pharmazeutisch-technische Assistenten/-innen (PTA) arbeiten vorwiegend in öffentlichen Apotheken und Krankenhausapotheken. Sie unterstützen im täglichen Apothekenbetrieb die Apotheker/-innen bei der Information und Beratung von Kunden/-innen, bei der Abgabe und auch bei der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln beziehungsweise Ausgangsstoffen. Oft sind PTA die ersten Ansprechpartner für eine pharmazeutische Beratung, bevor man zu einer Ärztin oder einem Arzt geht. Darüber hinaus führen PTA apothekenübliche Dienstleistungen durch, wie beispielsweise Messung des Blutdrucks, und übernehmen Dokumentationsaufgaben. Alternativ finden PTA unter anderem auch Beschäftigung in der pharmazeutischen Industrie, zum Beispiel im Bereich Forschung und Herstellung, in der Qualitätskontrolle oder im Außendienst.


Alle Infos zur Ausbildung

Was du als PTA leistest
Als klassische/-r PTA berätst du deine Kunden in der Apotheke hinsichtlich der Anwendung und Besonderheiten von Arzneimitteln und apothekenpflichtigen Medizinprodukten sowie über apothekenübliche Waren. Auch die Herstellung von Arzneimitteln, z. B. von Kapseln für Kinder oder Salben, sowie die Prüfung von Arzneimitteln oder Ausgangsstoffen gehört zu den typischen Aufgaben einer/-s PTA in einer Apotheke. Hinzu kommen apothekenübliche Dienstleistungen, wie zum Beispiel Messung des Blutdrucks oder der Blutzuckerwerte. Grundsätzlich werden die Arbeiten unter der Aufsicht eines/-r Apothekers/-in durchgeführt.

Gute Work-Life-Balance
In einer öffentlichen Apotheke arbeitest du in der Regel 40 Stunden pro Woche, wobei in vielen Fällen auch Teilzeit möglich ist. Meistens wird im Schichtdienst und während der regulären Verkaufszeiten, auch an Samstagen, gearbeitet.

Was du als PTA verdienst
Das Gehalt von PTAs in Apotheken richtet sich üblicherweise nach den von den Gewerkschaften und Apothekenleitern/-innen ausgehandelten Tarifen. Dein Gehalt kann jedoch auch außerhalb tariflicher Vereinbarungen gestaltet sein oder höher ausfallen, wenn du schon viel Berufserfahrung besitzt oder in spezialisierten Bereichen arbeitest. Eine erste Orientierung bietet die Bundesagentur für Arbeit.
Eine erste Orientierung bietet die Bundesagentur für Arbeit.

Dauer und Inhalt der Ausbildung
Eine PTA-Ausbildung wird überwiegend an einer von etwa 90 staatlichen und privaten Berufsfachschulen absolviert. Die ersten zwei Jahre verbringst du in der Berufsfachschule, wo du die theoretischen naturwissenschaftlichen Grundlagen lernst sowie Arzneimittelkunde, einschließlich Information und Beratung, Grundlagen des Gesundheitswesens und fachbezogene Mathematik. Zusätzlich wirst du auch in praktischen Fächern wie Galenik, Chemie sowie Botanik und Drogenkunde ausgebildet und verbringst einen Großteil der Zeit mit praktischen Aufgaben in den Laborräumen der Schule. Danach folgt eine halbjährige praktische Ausbildung in einer Apotheke, um dein erlerntes Wissen unter Anleitung eines/-r Apothekers/-in praktisch umzusetzen und weiterzuentwickeln.

Was musst du mitbringen, um ein PTA zu werden?
Um eine PTA-Ausbildung beginnen zu können, brauchst du mindestens eine abgeschlossene Realschulbildung oder eine andere gleichwertige Ausbildung. Idealerweise kannst du gute schulische Noten in Mathematik, Chemie und anderen naturwissenschaftlichen Fächern vorweisen.

Entwicklungsmöglichkeiten als PTA
Als PTA kannst du dich in vielen Bereichen in der Apotheke spezialisieren, z. B. bei der Herstellung steriler Arzneimittel, der patientenindividuellen Verblisterung von Arzneimitteln, in der Heimversorgung, im Qualitätsmanagement sowie in der Ernährungs- oder Kosmetikberatung. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung verfügst du zudem über die gesetzlich geforderte Qualifikation als Pharmaberater und kannst im Außendienst eines pharmazeutischen Unternehmens tätig sein und Ärzte, Kliniken und Krankenkassen über das Arzneimittelsortiment informieren. In der pharmazeutischen Industrie können PTA auch in anderen Bereichen tätig sein und mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut werden. Außerdem ist eine Anstellung bei Krankenkassen, Verbänden, Behörden sowie an PTA-Schulen möglich.

Ein Beruf mit Zukunft

Wie bei allen Tätigkeiten im Gesundheitssektor gilt: Solange Menschen an gesundheitlichen Problemen leiden, die mit Arzneimitteln therapiert werden, gibt es bei der Abgabe von Arzneimitteln und der Weiterentwicklung der Versorgung viel zu tun. PTA sind daher ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitssystems, der mit zunehmenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung und dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein noch relevanter wird. Obwohl die Zahl der Beschäftigten, die als PTA in einer öffentlichen Apotheke arbeiten, in den letzten Jahren gestiegen ist, beklagen Berufsorganisationen der PTA und der Apotheker/-innen mit Blick auf die Zukunft zumindest in bestimmten Regionen einen drohenden Fachkräftemangel. Für ausgebildete PTA bedeutet dies bessere Karrierechancen, da viele freie Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.


Pharmazeutisch-technische/-r Assistent/-in ist etwas für dich, wenn ...

  • 1 … du Interesse an Naturwissenschaften mitbringst.
  • 2 … du kreativ bist und dir immer neue, abwechslungsreiche Übungen einfallen.
  • 3 ... du sorgfältig, aufmerksam und verantwortungsbewusst bist.

Du solltest besser nicht PTA werden, wenn ...

  • 1 … Naturwissenschaften dich eher abschrecken.
  • 2 … du eher wenig kontaktfreudig und einfühlsam bist.
  • 3 … du nicht so viel Feinmotorik und Fingerfertigkeit besitzt.